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20. Mai 2013
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Bundestag - Experten begrüßen geplante Reform des Insolvenzrechts
Berlin - Auf überwiegende Zustimmung der geladenen Sachverständigen ist der Gesetzentwurf der Bundesregierung zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG) gestoßen. Diese äußerten sich im Rahmen einer öffentlichen Anhörung des Rechtsausschusses des Bundestags in Berlin. Gleichzeitig warnten die Fachleute vor erheblichen Verzögerungen im Verfahrensablauf, wenn - wie geplant - Gläubigerausschüsse auch für kleinere Unternehmen eingeführt würden. Diese seien allenfalls für Konzerne sinnvoll. Bei Kleinbetrieben würden sie die Pleite eher beschleunigen, so die Meinungen einiger Sachverständiger.
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Zahlungsverhalten - Staatsschulden belasten zunehmend Banken und Unternehmen in Europa
Mainz - Die angespannnte Situation vieler Staatshaushalte führt zunehmend auch zu Problemen bei den Banken und mittelfristig bei vielen Unternehmen. Davon ist der Kreditversicherer Coface Deutschland AG überzeugt. So weisen zahlreiche Länder in Europa derzeit eine negative Tendenz beim Länderrating des Unternehmens auf. Hierzu zählen auch wichtige Handelspartner deutscher Exporteure. Beispielsweise verharren die Bewertungen für Großbritannien und Italien auf einem vergleichsweise schlechten Rating von A3. Bei Spanien könnte es bald zu einer Abstufung von A3 auf A4 kommen. Diese ist bei Irland, Portugal und Griechenland bereits erfolgt.
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Insolvenzverwalter - Scharfe Kritik am BFH-Urteil zum Fiskusprivileg
Berlin - Im Dezember 2010 hatte der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden, dass Umsatzsteuerverbindlichkeiten insolventer Unternehmen als so genannte Masseverbindlichkeiten zu behandeln sind. Damit müssen diese vorrangig und in vollem Umfang an den Fiskus gezahlt werden. Das Nachsehen haben andere ungesicherte Gläubiger, die von ihren Forderungen nur eine Quote erhalten - und das oft erst nach Jahren. Hiergegen richtet sich ein offener Brief dreier Insolvenzrechtsverbände an die Bundesjustizministerin. Die Unterzeichner warnen vor den dramatischen Folgen des Urteils. Danach fließe künftig erhebliche Liquidität aus der Insolvenzmasse ab - zulasten der übrigen Gläubiger und des insolventen Unternehmens.
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Gütesiegel - Insolvenzverwalter sollen Gläubigerinteressen stärker berücksichtigen
Köln - Mit einem neuen Gütesiegel für Insolvenzverwalter will die Gläubigerschutzvereinigung Deuschland e.V. (GSV) das Insolvenzmanagement in deutschen Unternehmen stärker am Sanierungsgedanken und an der Position der Gläubiger ausrichten. Insolvenzverwalter können das Gütesiegel für zunächst drei Jahre beantragen, sofern sie die in der Verfahrensordnung festgelegten Qualitätskriterien wie fremdnützige Vorgehensweise, Unabhängigkeit und Integrität erfüllen. Die fünfköpfige Prüfungskommission sichtet die eingereichten Unterlagen. Außerdem ist eine Prüfung der Angaben vor Ort vorgesehen.
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Kreditmediator der Bundesregierung - In 73 Prozent der Fälle erfolgreich
Frankfurt am Main - Bei stockenden oder bereits gescheiterten Kreditverhandlungen können sich Unternehmen seit März 2010 an Hans-Joachim Metternich, den Kreditmediator des Bundesregierung, wenden. Mit seinem Team in Frankfurt am Main stellt er ein bundesweit einheitliches Kreditmediationsverfahren bereit, um die dringend benötigte Fremdkapitalfinanzierung für Betriebe doch noch sicherzustellen. Das Verfahren wurde gemeinsam mit den Spitzenverbänden der Kreditwirtschaft und den Kammern entwickelt - und kann nach einem Jahr erste Erfolge vorweisen: 722-mal konnte der Kreditmediator Not leidenden Unternehmen das Geld doch noch beschaffen.
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Risikomanagement im Mittelstand - Berater-Studie macht Defizite deutlich
Frankfurt am Main - Der deutsche Mittelstand hat beim Risikomanagement noch großen Nachholbedarf. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der drei Beratungsgesellschaften Funk RMCE, Rödl & Partner und Weissman & Cie., die in Frankfurt am Main vorgestellt wurde. Danach befassen sich nur bei einem Drittel der rund 400 befragten mittelständischen Unternehmen die Geschäftsführung oder der Vorstand direkt mit dem Risikomanagement. Gleichwohl planen 81 Prozent der Mittelständler Investitionen, um Risiken zukünftig professioneller steuern zu können. Treiber dieser Entwicklung sind - neben dem neuen deutschen Bilanzrecht - vor allem die gestiegenen Anforderungen seitens der Kreditgeber, Investoren und Gesellschafter.
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Studie zur Elektroindustrie - Spitzenunternehmen haben Krisenjahr gut überstanden
München - Die Spitzenunternehmen der deutschen Elektroindustrie haben das Krisenjahr 2009 erstaunlich gut weggesteckt und waren mit einer durchschnittlichen Umsatzrendite von neun Prozent hochprofitabel. Doch der vormals deutliche Vorsprung der Branchenführer hinsichtlich ihrer Zukunftsfähigkeit wird kleiner. Das sind zwei Ergebnisse der Studie "Fit for the Future 2010" des Zentralverbandes Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI) und der Unternehmensberatung Dr. Wieselhuber & Partner GmbH. Der ZVEI Future Index gibt seit bereits fünf Jahren einen Überblick über die gegenwärtige Situation, die Zukunftsperspektiven und die Erfolgsfaktoren der Branche.
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Beraterfusion - Neuer deutscher "Big Player" für Insolvenz und Sanierung entsteht
Berlin - Die Insolvenzverwalter-Kanzlei hww wienberg wilhelm und die Sanierungsberatung CMS Societät für Unternehmensberatung AG schließen sich am 01. Januar 2011 zur "hww Gruppe" zusammen. Die neue Unternehmensgruppe wird aus drei eigenständigen Einheiten bestehen und rund 360 Mitarbeiter an etwa 30 Standorten in Deutschland beschäftigen. Der Zusammenschluss gilt zugleich als Vorzeichen für einen tiefgreifenden Wandel in der auf die Rettung von Unternehmen spezialisierten Branche. Durch die Reform der Insolvenzordnung (InsO) wird künftig die so genannte "insolvenznahe Sanierung" in einer weit früheren Phase beginnen und sich eng mit der darauf folgenden Insolvenzverwaltung verzahnen.
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